'Reason for Hope'

Reintroduction of the Northern  Bald Ibis in Europe

Fortpflanzung und Brutbiologie

 

Waldrappe brüten in Kolonien, wobei sie aber nicht unbedingt monogam leben. Während der Brutzeit bilden sie feste Partnerschaften, die sich im folgenden Jahr jedoch ändern können. Nestbau, Brut und Aufzucht der Nachkommen übernehmen beide Partner eines Paares.

In der Regel legen Waldrappe bis zu vier Eier, die leicht grünlich sind und die Größe eines Hühnereis haben. Die Elternvögel brüten ab dem ersten Ei, was zur Folge hat, dass die Jungvögel in einem zeitlichen Abstand schlüpfen. Dieser Abstand beträgt ein bis drei Tage, legt die Rangfolge im Nest fest und dämmt die Nestlingsaggression ein. Waldrappe gelten als sehr gute Eltern, die auch das Nesthäkchen ausreichend versorgen.

Die Nesthocker werden nach der Nestlingszeit von ca. 42 bis 50 Tagen flügge. Sie fliegen dann mit den Eltern zur Futtersuche und schließen sich später häufig mit Gleichaltrigen zu Jugendtrupps zusammen. Zum ersten Herbstzug folgen sie erfahrenen Artgenossen und lernen so das Wintergebiet kennen. Der genetisch fixierte Zugtrieb wird somit durch eine durch Tradition weitergegebene Überwinterungsregion ergänzt.